Wie die Schwäbische Zeitung bereits berichtete, ist Sebastian Hanser, der bisher für die SPD im Meckenbeurer Gemeinderat tätig war, zu den Freien Wählern gewechselt.

Link zum Bericht der SZ im Online Teil: Bericht SZ

Da Sebastian Hanser für die Kommunalwahl 2019 für die Freien Wählern als Kandidat antreten wird, ist es aus seiner Sicht nur konsequent nicht zur Verwirrung beizutragen sondern die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass er seinen Beitrag zum Gemeinwohl zukünftig in den Reihen der Freien Wähler Meckenbeuren leisten möchte.

Um die Beweggründe transparenter zu machen wird auf Wunsch von Sebastian die Awort auf das schriftliche Interview der SZ,  nachfolgend als „Kommentar von Sebastian Hanser“ hier nochmals wiedergeben:

„Welche Gründe stehen hinter Ihrem Wechsel?
Seit der letzten Gemeinderatswahlen sind nun fast fünf Jahre vergangen, in denen ich mich
beruflich als auch persönlich stark weiterentwickelt habe. Innerhalb dieser Zeit habe ich mich
im Gemeinderat eingelebt, mein Studium erfolgreich abgeschlossen und hatte die Chance
meinen persönlichen „Werkzeugkasten“ mit vielen hilfreichen Tools wie beispielsweise neuen
Praktiken, Methoden sowie neuen Sicht- und Vorgehensweisen zu füllen. Dies hat mich dazu
bewegt, auch im Gemeinderat eine Weiterentwicklung anzustreben, welches sich nun in der
Form eines Fraktionswechsels darstellt.

Was ist bei den Freien Wählern anders/besser als bei der SPD?
Zu allererst möchte ich in diesem Zusammenhang die Dankbarkeit gegenüber Ingrid Sauter
aussprechen. Sie war der Grund dafür, dass ich vor fünf Jahren überhaupt auf die Liste der
SPD aufgenommen und dadurch in den Gemeinderat gewählt wurde.
Im Laufe meiner Legislaturperiode, besonders in den letzten Monaten, haben sich jedoch
vermehrt Sympathien mit den Freien Wählern entwickelt, welche mich neugierig gemacht
haben. Ein Grund dieser Sympathien ist die Parteiliche Unabhängigkeit zur „großen Politik“.
Selbstverständlich müssen gewisse Regularien, Quoten oder Vorgaben eingehalten werden.
Unabhängig hiervon beschreibt jedoch schon die Betitelung „
Gemeinde
rat“ bereits, einen Rat
für die Anliegen der Gemeinde. Demnach sollte meiner Ansicht nach auch der Fokus
Gesamtheitlich auf die Gemeinde, sowie deren Bürgerinnen und Bürgern gerichtet sein.
Ferner verspüre ich in den Reihen der Freien Wähler eine enorme Offenheit gegenüber
alternativen Lösungswegen, das einsetzen neuer Technologien sowie ein Feuer neue Projekte
anzustoßen und diese mit fokussiert geführten Diskussionen zeitnahe zu realisieren. Weiter
möchte ich die Kommunalpolitik dazu bewegen, sich auf den Kern des Problems zu
konzentrieren, Nebendiskussionen zu reduzieren, Themen effektiver und vor allem effizienter
zu gestalten und einen Spielraum für konstruktives Querdenken zu ermöglichen. Aus diesen
Gründen bin ich der Meinung, dass meine Art als auch meine Persönlichkeit mittlerweile
besser in die Reihen der Freien Wählern passt. Zumindest fühlt es sich für mich richtiger an.

Wann haben Sie sich dazu entschlossen, und warum wechseln Sie zum jetzigen Zeitpunkt?
Wie bereits erwähnt haben sich während der vergangenen Monate gewisse Sympathien
entwickelt, welche mich veranlasst haben die öffentlichen Veranstaltungen der Freien Wähler
zu besuchen, um einen tieferen Einblick in die Fraktion zu erhalten. Diese Eindrücke führten
vor circa acht Wochen schließlich dazu, dass meine Gedanken konkreter wurden und ich diese
sowohl der eigenen als auch der neuen Fraktion mitgeteilt habe. Warum ich zum jetzigen
Zeitpunkt den Wechsel anstrebe ist ganz einfach zu beantworten. Die Fraktionen beginnen
bereits mit den Wahlkampfvorbereitungen für die kommende Kommunalwahl am 26. Mai
2019. In diesem Zusammenhang werde ich zukünftig auf den Flyern der Freien Wählern zu
sehen sein und möchte aus diesem Grund einer eventuellen Verwirrung der Bürgerinnen und
Bürgern vorbeugen. Der jetzige Wechsel soll zudem die Öffentlichkeit darüber informieren,
dass ich zukünftig meinen Beitrag zum Gemeindewohl in den Reihen der Freien Wählern
leisten möchte.

Welche Reaktionen haben Sie bei jenen erfahren, die um den Wechsel wissen?
Allgemein würde ich alle Reaktionen als neutral beschreiben. Da ich mit dieser Thematik offen
umgehe und jedem gerne meine Beweggründe erläutere, bin ich bisher auf keinerlei
unangenehme Situation gestoßen. Selbst innerhalb meiner ehemaligen Fraktion wurde der
anstehende Wechsel offen angesprochen und stoß auch hier auf absolutes Verständnis. Einzig
und alleine der SPD Ortsverein Meckenbeuren scheint mir meine Entscheidung ein wenig
krumm zu nehmen!

 


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